Produkt-Compliance
in der Türkei

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in der Türkei.

PRODUKTCOMPLIANCE IN DER TÜRKEIEinleitung

In der Türkei ist das Produktkonformitätssystem stark an die EU-CE-Konformitätsbewertung angepasst (aufgrund der Zollunion und zusätzlicher Abkommen zwischen der EU und der Türkei). Mehr oder weniger dieselben Produktgruppen sind reguliert und erfordern eine CE-Konformitätsdokumentation (auf Türkisch). Die Konformität der Produkte wird im Rahmen des risikobasierten Kontrollsystems im Außenhandel, auch als „TAREKS“ bekannt, kontrolliert. Trotz der Harmonisierung müssen EU-Unternehmen, die in die Türkei exportieren, für den Import jedoch häufig zusätzliche Produktdokumentation (z. B. Testberichte) vorlegen.

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Standardisierung in der Türkei

Das TSE (Türkisches Institut für Normung – Türk Standartları Enstitüsü) ist die einzige autorisierte Normungsorganisation in der Türkei. Es ist eine 1960 gegründete öffentliche Einrichtung.

TSE ist ein aktives Mitglied der weltweiten Normungsgemeinschaft und ist Vollmitglied der ISO, der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC), des Instituts für Standards und Metrologie für islamische Länder (SMIIC), des Europäischen Komitees für Normung (CEN) und des Europäischen Komitees für elektrotechnische Normung (CENELEC). Daher sind die meisten türkischen Normen mit europäischen oder internationalen Normen harmonisiert.

Harmonisierung mit der EU

Das Produktkonformitätsrecht in der Türkei steht im Einklang mit der EU-Gesetzgebung. 1995 wurde die Zollunion mit der Europäischen Union gegründet (Beschluss 1/95 des Assoziationsrates EU-Türkei, 96/142/EG). Der Beschluss regelt unter anderem den Handel mit Industrieerzeugnissen (MP) und verarbeiteten landwirtschaftlichen Erzeugnissen (PAP). Ziel des Abkommens ist es, den freien Verkehr von MP und PAP zwischen der Türkei und der EU zu gewährleisten. Das Abkommen beseitigt die Einfuhrkontrollen für MP und PAP an der Grenze zwischen der EU und der Türkei.

Gemäß dem Abkommen sollte ein in der Türkei rechtmäßig hergestelltes und/oder vermarktetes Produkt genauso behandelt werden wie ein in der EU rechtmäßig hergestelltes und/oder vermarktetes Produkt. Diese Regel gilt für die Sektoren, für die die Türkei ihre Rechtsvorschriften an das EU-Recht angepasst hat.

Derartige Produkte sollten keinen Einfuhrkontrollen unterliegen.

Der Beschluss verpflichtet die Türkei zudem dazu, die EU-Rechtsvorschriften zu Produkten und zur Qualitätsinfrastruktur zu übernehmen, insbesondere zu den Anforderungen an die CE-Kennzeichnung, zu benannten Stellen, zur Marktüberwachung, Akkreditierung, Normung, Messwesen und gegenseitigen Anerkennung im nicht harmonisierten Bereich.

Unternehmen, die Produkte auf dem türkischen Markt verkaufen, müssen nachweisen, dass sie alle relevanten Vorschriften einhalten (z. B. CE-Kennzeichnung), indem sie ein Konformitätszertifikat einer benannten Stelle oder eine Konformitätserklärung des Herstellers vorlegen.

Ziel der Konformitätsbewertung ist es, Konsistenz und Konformität mit den harmonisierten EU-Vorschriften sicherzustellen. Um zu bestätigen, dass Produkte die Konformitätsanforderungen erfüllen, sind verifizierte Labortests durch eine von der EU zugelassene benannte Stelle oder eine Selbsterklärung des Herstellers erforderlich.

TAREKS-Einfuhrkontrollsystem

Laut den sogenannten Kommuniqués zu Importinspektionen ist die TSE die zuständige Stelle für die Durchführung von Importinspektionen. Für die Zwecke der Inspektion muss der Importeur nachweisen können, dass das Produkt der türkischen Produktgesetzgebung entspricht. Inspektionen der untersuchten Produkte werden elektronisch über das risikobasierte Kontrollsystem im Außenhandel, auch bekannt als „TAREKS“, durchgeführt.

Dieses elektronische Überwachungssystem ermöglicht den sofortigen Informationsaustausch im Zusammenhang mit Inspektionsergebnissen und verfolgt Produkte/Hersteller, die die erforderlichen Sicherheitsschwellenwerte nicht erfüllen.

Unter TAREKS kontrollierte Produkte

Die folgenden Regelungen bezeichnen Produkte, die der Registrierung im türkischen TAREKS unterliegen:

– Kommuniqué zu im Inland organisierten internationalen Messen (Import: 2022/1)

– Kommuniqué über die Einfuhr von Kriegswaffen und deren Teilen und Teilen (Import: 2022/2)

– Kommuniqué über den Import radioaktiver Stoffe und der diese verwendenden Geräte (Import: 2022/3)

– Kommuniqué zum Import hochintensiver Süßstoffe (Import: 2022/4)

– Kommuniqué über die Einfuhr von Karten und Waren, die Karteninformationen enthalten (Einfuhr: 2022/5)

– Kommuniqué zum Allgemeinen Präferenzsystem (Import: 2022/6)

– Kommuniqué zum Import von Straßenfahrzeugen (Import: 2022/7)

– Kommuniqué zum Import ziviler Flugzeuge (Import: 2022/8)

– Kommuniqué über den Import gebrauchter oder generalüberholter Waren (Import: 2022/9)

– Kommuniqué über den Import von Banknoten und ähnlichen Wertpapieren (Import: 2022/10)

– Kommuniqué über die Einfuhr bestimmter Sprengstoffe, Schusswaffen, Messer und ähnlicher Werkzeuge (Einfuhr: 2022/11)

– Kommuniqué zur Genehmigung von Dokumenten zu Materialien und Technologien mit doppeltem Verwendungszweck (Import: 2022/12)

– Kommuniqué über den Import bestimmter Stoffe, die Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz haben (Import: 2022/13)

– Kommuniqué über den Import ozonschädigender Stoffe und fluorierter Treibhausgase (Import: 2022/14)

– Kommuniqué zu den für Importe durch öffentliche Einrichtungen und Organisationen einzuholenden Genehmigungen (Import: 2022/15)

– Kommuniqué zum Import von Düngemitteln (Import: 2022/16)

– Kommuniqué über den Import chemischer Stoffe im Anhang zum Chemiewaffenübereinkommen (Import: 2022/17)

– Kommuniqué zum Federungssystem (Import: 2022/18)

– Kommuniqué zum Import medizinischer Diagnosekits (Import: 2022/19)

– Kommuniqué über den Import von Waren mit elektronischen Identitätsinformationen (Import: 2022/20)

– Mitteilung zum elektronischen Antragssystem im Einfuhrverfahren (Einfuhr: 2022/21)

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